Die Zucht von Meeresfrüchten

Eine der bekanntesten und beliebtesten Meeresfrüchte ist die Auster. Bei ihr handelt es sich um eine Muschelart. Bereits seit dem 18. Jahrhundert kam es zu einer starken Überfischung der Meere, weil bis dahin Austern zu einer beliebten Speise geworden waren.

Im 20. Jahrhundert kam es zu einem gravierenden Rückgang der natürlichen Austernpopulationen. Ursache waren Viruskrankheiten und die Umweltverschmutzung. Aus diesem Grunde züchtet man Austern heute in kontrollierter Aquakultur. 96 % aller heute auf dem Markt angebotenen Austern stammen aus solchen Zuchtbetrieben.

Aquakulturen dienen der Aufzucht aller möglichen Meeresbewohner (Fische, Krebse, Muscheln und Algen). Solche Kulturen sorgen für eine saisonal unabhängige, nachhaltige und qualitätsgerechte Produktion. Auf diese Weise werden natürliche Gewässer entlastet. Bereits im Mittelalter gab es die „Teichwirtschaft“, nichts anderes als Aquakulturen.

Für zahlreiche Gutsbesitzer war das ein zweites und wirtschaftlich wichtiges Standbein. Heute gibt es in den Meeren Netzgehege, zum Beispiel in Südafrika. Darin züchtet man Garnelen und Muscheln, aber auch Fische. Garnelen (Krebse) zählen ebenfalls zu den Meeresfrüchten. Miesmuscheln findet man häufig in flachen Meeresbuchten oder im Gebiet der Einmündung von Flüssen.

Welcher Tourist, der die flachen und breiten Strände Italiens besucht, sammelt keine Muscheln? Und wer dann noch ein wenig künstlerisch begabt ist, gestaltet daraus Bilder für die Wohnung. Muscheln sollten immer frisch gegessen werden, unter Hinzunahme von Butter und Zitronensaft.

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